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Wiederaufbau Mini el/City el

Auf dieser Seite Berichte ich von der Instandsetzung eines Mini-el der Serie 1

September 2009

Ich hatte das Fahrzeug als Bastelobjekt mit defekten Batterien gekauft. Die Batterien waren aber in Ordnung, das Problem war das Ladegerät, welches nach der Instandsetzung wieder bis zu 15 A Ladestrom lieferte. Die Reichweite des Fahrzeugs liegt jetzt sogar wieder bei über 70 Km. Ein weiterer Fehler war die Spannung der duplex Antriebskette, diese ließ sich mit dem Kettenspanner nicht spannen. Nach dem Umbau des Kettenspanners war auch dieses Problem behoben und das Fahrzeug war wieder Fahrbereit. Und das ohne Geld zu Investieren. Wie mir der Vorbesitzer sagte hatten dies seine 2 Werkstätten nicht geschafft!

01

Der elektronische Tachometer und die Kapazitätsanzeige funktionierten auch bald wieder. Da aber die Original Instrumente schlecht ablesbar waren und mir optisch nicht gefielen, habe ich die Komplette Instrumenteneinheit neu gestaltet. Die Kontrolllampen wurden durch LED‘s ersetzt, fehlende ergänzt, und die ungenaue Kapazitätsanzeige durch einen Batteriemonitor von Philippi ausgetauscht. Dieses Gerät verwende ich auch an Bord der l‘espoir tri und bin damit sehr zufrieden.

Instrumententafel alt

Instrumententafel alt

Instrumententafel neu

Instrumententafel neu

Instrumententafel neu beleuchtet

Instrumententafel neu beleuchtet

neue Radzierblenden

Radzierblenden neu

im Motorraum sieht man Motor (Pacific-Scientific), Batterien und den Shunt

Motorraum mit Pacific Scientific und Shunt

Es gab noch viele Kleinigkeiten zu reparieren und zu verändern. Dazu zählte unter anderem ein defekter Stopplichtschalter und die Scheibenwaschanlage funktionierte nicht. Ein Schalters für den Rückfahrscheinwerfer musste eingebaut werden und für die längere Fahrt habe ich ein Aktiv-Soundsystem mit einem selbst gebauten Verstärker installiert.
Mehr habe ich bis jetzt noch nicht verändert, das wichtigste war vorerst die Fahrbereitschaft, Verkehrssicherheit und Alltagstauglichkeit wiederherzustellen.

Oktober 2009

Ein Riss in der vorderen Bremsankerplatte hatte zur Folge, dass die Bremse immer etwas schliff und sich das Vorderrad während der Fahrt erwärmte. Ausserdem stieg dadurch der Energieverbrauch während der Fahrt.

Bremsankerplatte alt

Leider kam ich bei diesem Problem nicht umhin eine neue Platte zu bestellen. Der Austausch gestaltete sich Problemlos.

Miniel aufgebockt
Bremsankerplatte eingebaut 01
Bremsankerplatte eingebaut 02

Jetzt arbeitet die Bremse wieder Einwandfrei.
Ich habe mir einen Fahradanhänger besorgt. Diesen möchte ich im Frühjahr umbauen und am Mini el benutzen. Selbstverständlich muss vorher eine Anhängerkupplung montiert werden.

Anhänger für Mini el

Am 26.10. war ich in Tschechien bei Jaromir eine neue Haube aus GFK holen.

Jeep mit Haube in Tschechien

November 2009

Die Schalter für die elektrische Innenraum-Heizung waren nicht mehr original und auch nicht zum Schalten dieser hohen Ströme ausgelegt. Da ich die Heizung bei den niedrigen Außentemperaturen jetzt öfter benutzt habe, waren die Kontakte der Schalter schnell verschweißt und auch die Isolation der Anschlussleitungen waren auf Grund des zu geringen Querschnittes geschmolzen. Ich habe neue Schalter eingebaut, die Relais schalten, diese schalten wiederum die Heizung. Die Anschlusskabel ersetzte ich durch 6 mm² Kupferlitze.

Haubenwechsel

Als erstes musste ich die alte Haube abschrauben und vom Rahmen trennen. Dies funktioniert natürlich nicht in einem Stück.

Haube 01
Haube 02
Haube 03

Die neue Haube muss an den vorhandenen Scheibenrahmen geklebt werden. Da ich im Yachtbereich mit Sika beste Erfahrungen gemacht habe, versuche ich es auch hier damit.

Haube 04

Jetzt kann die neue Haube aus GFK aufgesetzt und mit Schraubzwingen und Gurten fixiert werden.

Haube 05

Da es sich bei meinem Fahrzeug um ein Mini el der Serie 1 handelt, passten meine Seitenscheiben nicht. Ich hatte mir Plexiglasscheiben bestellt. Diese schnitt ich jetzt auf Maß. Da die Frontscheibe passte, konnte diese noch am selben Tag wieder eingesetzt werden.

Haube 06

Am nächsten Tag nahm ich die Fixierungen weg und begann damit die Anbauteile zu montieren. Haubenschloss, Verschraubungen und Scheibenwischer. Jetzt kam das schlimmste: Das Einsetzen der Heckscheibe und der Seitenscheiben. Die Heckscheibe machte sich auf Grund der geringen Größe und wegen der kleinen Radien Miserabel. Nach dem Einsetzen der Scheiben habe ich noch den Keder in die Scheibengummis gezogen.

Haube 07

Auf mein Glashubdach wollte ich nicht verzichten. Aus diesem Grund schnitt ich ein Loch ins Dach und setzte es wieder ein.

Haube 08

Jetzt noch 2 Löcher für die Spiegel in die Haube bohren, die Spiegel anbauen und den Dichtgummi zwischen Haube und Wanne einsetzen. Das war es schon. Jetzt erstrahlt mein Mini el in neuem Glanz und Risse in der Haube gehören der Vergangenheit an.

Haube 09
Haube 10

Material und Kosten:

Die Haube gibt es für 400 € in RAL Farbe je nach Wunsch bei Jaromir in Tschechien
3 Plexiglas-Scheiben 68€
Scheibengummi und Keder 120 €
2 neue Spiegel 90 €
5 Tuben Sikaflex-260 80 €
Dauer des Umbaus ca. 16 Stunden

Bei meinem Mini el gab es schon immer ein Spalt zwischen Haube und Wanne. Meine Recherchen ergaben das dies bei vielen el´s der Fall ist. Dies ist aber gerade im Winter störend, da es im Innenraum zieht. Als einfache Lösung habe ich Aluprofile an die Wanne geschraubt und mit Dichtgummi überzogen. Sieht gut aus und hält dicht.

Haube 11
Leisten

Als nächstes stand die Montage der Anhängerkupplung auf dem Programm. Die 7-polige Kupplungsdose habe ich im Innenraum montiert. Man kann das Hängerkabel auch innen einstecken. Somit wird das Fahrzeugheck nicht durch die Dose verunstaltet.Damit an der Kupplungsdose 12V anliegen nutze ich die Impulse der Rückleuchten nur um Relais zu schalten. Im Frühjahr werde ich den Hänger ausbeulen und neu lackieren. Dies ist aber für diese Seite nicht von Bedeutung.

Anhängerkupplung
el mit Anhänger

Damit sind die Arbeiten am Mini el für mich abgeschlossen. Mal sehen ob er sich weiterhin im täglichen Alltagsgebrauch bewährt.

Januar 2010

Damit die Batterien schneller und gerade im Winter auch Temperaturgesteuert nachgeladen werden können, wurde es Zeit für ein neues Ladegerät. Da ich jetzt Ladegeräte von der Firma Piktronik beziehe bot es sich an eins als Vorführgerät in mein Mini el zu bauen. Ich habe mich für das KOP 602 entschieden welches bei 36 V einen Ladestrom von 12 A erreicht.

Piktronik mit Laptop
Piktronik Lader 02

Nach dem Einbau und der Pragrammierung mittels USB-Schnittstelle erfolgte der erste Test. Ich bin sehr zufrieden, der Philippi Batteriemonitor zeigt jetzt einen Ladestrom von 11,9 A an. Da der neue Lader auch leichter ist, habe ich sogar rund 5 Kilogramm Gewicht gespart.

April 2010

Da mir der 1 kW Motor von Pacific-Scientific auf Dauer zu schwach wurde, habe ich mich entschieden den Motor gegen den stärkeren Thrige-Titan zu tauschen und das Übersetzungsverhältnis anzupassen. Hierzu war eine Änderung der Motoraufhängung und die Umrüstung der Drehrichtungsumkehr über ein Wendeschütz erforderlich.

Thrige 01

Thrige 02

Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich 3 neue AGM Batterien verbaut.

Oktober 2010

Da ich in diesem Winter auf Lithium Akkus umrüsten möchte, habe ich als ersten Schritt den Curtis Controller gegen einen Kelly Cotroller getauscht. Dieser lässt sich mittels PC frei konfigurieren und dadurch optimal an die neuen Akkus anpassen.

Controller

März 2011

Für meinen Miniel habe ich einen Lithium Polymer Akku der Serie „silverline“ mit 36V 60Ah und nur 30 kg Gewicht angefertigt.

lithium 00

Aber nicht nur der Akkuwechsel, sondern auch einige Reparaturen standen nach dem Winter auf dem Programm. Das abgenutzte Kettenrad musste gewechselt werden. Dabei stellte sich heraus dass auch die Kugellager der Motoraufhängung gebrochen waren.

lithium 01
lithium 02
lithium 03
lithium 04
lithium 05

Nachdem der Kettentrieb wieder in Ordnung war habe ich mich an das umgestalten des Motorraumes gemacht. Da ich jetzt 2 Batteriekästen frei habe wollte ich diesen zusätzlichen Raum sinnvoll nutzen. Dazu habe ich einen Kettenschutz aus Aluminium und Spritzschutzabdeckungen aus Kunststoff gebaut. Somit ist ein zusätzliches Staufach für Werkzeug entstanden. Da Wendeschütz und Controller vom Streusalz im Winter immer extrem angegriffen wurden, habe ich die Technik im ehemaligen Batteriefach auf der rechten Seite montiert. Dadurch sind diese Bauteile jetzt vor Schmutz, Wasser und Salz geschützt, und der Motorraum sieht ordentlich und aufgeräumt aus.

lithium 06

Damit der kleine und schnelle Flitzer im Straßenverkehr besser gesehen wird habe ich vorn ein Tagfahrlicht montiert.

lithium 07

Durch diese Verbesserungen sollten alle Schwachstellen beseitigt sein. die Gewichtsersparniss ist so enorm, das mein Miniel jetzt sportlich Straff auf der Straße liegt, besser beschleunigt und im Schnitt 10 A weniger Strom verbraucht. Die Reichweite ist mit meinem neuen 60 Ah Lithium Akku deutlich größer als mit den drei schweren 80 Ah Bleibatterien.

Juni 2011

Da ich die Erfahrung gemacht habe dass die elektronische Drehrichtungsumkehr zuverlässiger arbeitet als über ein Wendeschütz, vor allem können auch keine Kontakte korrodieren, hatte ich mich dazu entschlossen das Wendeschütz und den dazugehörigen Controller auszubauen und durch einen 4Quadrantencontroller mit elektronischer Drehrichtungsumkehr zu ersetzen. Da dies beim Thrige Titan Motor, einem Compoundmotor nicht ganz so einfach ist, weil die Wicklungen in Reihe geschalten werden und man damit immer die Rotor- und die Statorwicklung gleichzeitig umpolt war es erforderlich eine Spezialschaltung zu verwenden und eine der beiden Wicklungen über einen Brückengleichrichter zu betreiben. Da ich keine bezahlbaren Brückengleichrichter in den benötigten Dimensionen im Handel gefunden habe entschloss ich mich diesen aus 20 Dioden selbst zu bauen.

Brückengleichrichter

Jetzt fahre ich nicht mehr mit klappernden Schützen durch die Welt, und denke das ich wieder einen Störfaktor welcher vor allem im Winter bei Feuchtigkeit und Streusalz auftritt beseitgt habe.

Mai 2012

Fast ein Jahr ist vergangen, Zeit für mich etwas zu verändern. Die Punkte meiner Kritik sind: bei der original Motorhalterung gibt es keine Möglichkeit die Kette zu spannen und die Halterung ist überfordert, die Reku funktioniert beim Thrige-Titan Motor nicht, oder nicht ohne zusätzlichen Aufwand und mit der Leistung bin ich unzufrieden. Ich habe den Thrige Titan gegen einen Mars Etek 1003 getauscht. In diesem Zusammenhang habe ich die Akkus ebenfalls getauscht. Ich habe 48V 60 Ah LiPo‘s gewählt welche mit bis zu 7C entladen werden können, damit kann ich einen maximalen Strom von 420 A freigeben, der Controller kann jedoch nur 400A dies entspricht rund 19kW!

Mars 01
Mars 02
Mars 03

Auf den Fotos sieht man teilweise die neue von mir gebaute Motorhalterung mit Möglichkeit die Kette zu spannen. Das Übersetzungsverhältnis wurde entsprechend angepasst. Mit dieser Kombination quitschen die Räder beim Beschleunigen und die Höchstgeschwindigkeit ist für Überlandfahrten ausreichend.

Dezember 2012

Mit dieser Motorisierung bin ich hoch zufrieden, das Auto macht einfach Spaß, ist leiser als je zuvor und sehr sparsam im Verbrauch. Aus diesem Grund biete ich die Umrüstung des City el auch meinen Kunden an. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Bei Fragen, einfach fragen! Bei Fragen, einfach fragen!
Tel: +49 (0) 35365/170040

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